Der Anstrichcheck für Holzfenster

Altes Holzfenster

Altes Holzfenster - © SSPIVAK by stockxchng

Holzfenster bestechen durch einzigartige Vorteile. Nicht nur ökologische Faktoren oder die angenehme Wohlfühlatmosphäre, die durch Holzfenster verbreitet wird, treiben immer mehr Hausbesitzer dazu, sich bei einem Fensterwechsel für dieses Material zu entscheiden. Auch die Langlebigkeit und der geringe Aufwand bei der Wiederaufbereitung der Fensterrahmen sind entscheidende Argumente beim Fensterkauf.

Damit das Material auch möglichst lang in seiner ursprünglichen Optik und Funktionalität bleibt, müssen die Rahmen regelmäßig gepflegt werden. Die Maßnahmen hierfür umfassen nicht nur das monatliche Fensterputzen, sondern auch die Erneuerung des Anstrichs oder der Lasur.

Um Hausbesitzern zu zeigen, wann ein Anstrich fällig wird, wurde durch den Bundesverband PorHolzfenster e.V. ein Anstrichcheck entwickelt, der neben Informationen über Witterungsverhältnisse auch Empfehlungen zu den Renovierungsintervallen und den Beschichtungsarten enthält.

Belastungsgruppen für Holzfenster

Der Anstrichcheck beinhaltet im ersten Schritt die Bestimmung der Belastungsgruppe für die Holzfenster. Diese ergibt sich aus der Bewitterungssituation, der Art des Einbaus, der Dimension des Dachüberschusses und der Gebäudelage insgesamt. Die Einstufung erfolgt in eine von 5 Kategorien.

Zurückgesetzte Fenster unter einem überdimensionalen Dach im Erdgeschoss beispielsweise zählen zur Kategorie 0 (nicht direkt bewittert). Ein fassadenbündiges Fenster unter einem kleinen Dachüberstand an einem Haus in einer Küstenregion dagegen gehört der Klassifizierung 4 „sehr stark bewittert“ an.

Im zweiten Schritt wird die passende Beschichtung bestimmt. Hierbei werden die Erkenntnisse des ersten Schritts einbezogen. Es erfolgt eine Unterscheidung zwischen den Holzarten und den Deckungseigenschaften des Holzes. Daraus können die Renovierungsintervalle abgeleitet werden. Bei der Beschichtung wird zwischen einem deckenden Lack und einer Lasur unterschieden. Auch die Farbtöne (von hell bis dunkel) lassen sich ablesen.

Holzfenster der Kategorie 0, die einen dunklen Laubholzrahmen besitzen müssen demnach nur alle 5 Jahre bearbeitet werden. Diese Kombination wird aufgrund ihrer Langlebigkeit besonders empfohlen.

Durch seine Eigenschaften ist Nadelholz tendenziell nicht so gut als Bauholz zu gebrauchen. Daher sollte das Holz mit entsprechenden Pflegemitteln behandelt werden. Teilweise müssen Holzfenster aus Nadelhölzer alle 2 Jahre gepflegt werden.

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