Der Winter steht vorm Fenster und es zieht!

Der Winter ist da! © Albrecht E. Arnold - pixelio.de

Der Winter ist da! © Albrecht E. Arnold - pixelio.de

Mancher, der an warmen Herbstabenden noch am geöffneten Fenster gesessen hat, fröstelt im Winter im beheizten Raum. Doch nicht immer ist dies die Schuld undichter Profile. Bei einer Vielzahl von Altbaufenstern beispielsweise hängt die Kälte mit den Glasscheiben zusammen. Meist fühlt es sich nach Zugluft an, weil die Kaltluft wie ein Wasserfall über das Glas in den Wohnraum dringt.

Vor dem nächsten Winter: Scheiben oder Fenster auswechseln

Wenn der erste Schnee fällt, ist es für tiefgreifende Maßnahmen natürlich bereits zu spät. Als Projekt fürs nächste Frühjahr sollte der Haus- bzw. Wohnungsbesitzer ein Auswechseln der Scheiben oder Fenster aber in jedem Fall ins Auge fassen. Weiterhelfen kann bei dieser Entscheidung nur der Fachmann vor Ort.

Einfach verglaste Fenster gehören jedoch in keinen Haushalt mehr, da sie die Heizkosten im Winter in exorbitante Höhen schnellen lassen. Es gibt Berechnungen, nach denen eine einfache Glasscheibe im Wohnzimmer bei minus zehn Grad Außentemperatur nur zwei Grad aufweist, obwohl im Raum selbst 20 Grad Celsius herrschen. Bei Isolierverglasungen aus den Jahren 1990 bis 1995 beträgt dieser Wert bis zu zwölf Grad. Bei aktuellen Modellen sind es 15 Grad.

Um zu testen, ob eine vorhandene Isolierscheibe wärmegedämmt ist, hält der Experte an dunklen Winter-Abenden ein Streichholz oder Feuerzeug vor das Glas. Die Flamme wird darin mehrfach reflektiert. Lässt sich bei einer der Spiegelungen eine deutliche Andersfarbigkeit erkennen, so ist die Scheibe bereits wärmeisoliert.

Neben dem Wärmeverlust über die Scheiben muss bei alten Bauteilen aber auch auf undichte Stellen geachtet werden. Durch die Montage neuer Fenstersysteme lassen sich diversen Statistiken zufolge bei einem Zweifamilienhaus 20 Prozent der Energiekosten und mehr einsparen. Wer eine solch umfangreiche Sanierung plant, kann womöglich auf Förderung des Staates in Form von vergünstigten KfW-Krediten bauen.

Auch im Winter: Kräftig lüften!

Wichtig ist, den Wohnbereich vor der Planung umfassend zu untersuchen. Nicht nur Fenster, sondern auch Wände sind hier zu berücksichtigen. Womöglich haben sich bereits erste Schimmelsporen eingenistet. Grundsätzlich ist es empfehlenswert – auch und vor allem im Winter – regelmäßig und kräftig zu lüften. Durch eine viertelstündige Stoßlüftung wird der Raum nicht ausgekühlt, wohl aber die feuchte Luft beseitigt. Vor allem Bewohner mit neuen Fenstern sollten darauf achten, denn sie mussten meist gar nicht lüften, da der Sauerstoff- und Temperaturaustausch bisher auch so gewährleistet war.

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Eine Antwort auf Der Winter steht vorm Fenster und es zieht!

  1. Rolladen spezi sagt:

    Danke dir für den Tip mit dem Feuerzeug. Das ist ja mal wirklich genial einfach. Ich hab mir schon so oft den kopf darüber zerbrochen und nun so einfach. :)

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