Einbruchschutz bei Kunststofffenstern

Kunststofffenster - Einbruch mithilfe eines Stemmeisens

Kunststofffenster - Einbruch mithilfe eines Stemmeisens - © tecknare by pixelio.de

Da zwischen dem Glas und dem Rahmen von Kunststofffenstern ein kleiner Zwischenraum ist, besteht bei diesen Fenstern eine erhöhte Einbruchgefahr. Wird mit einem Stemmeisen an diesem Spalt angesetzt, verformt sich das Fenster und gibt nach. Diese Handlung geschieht nahezu lautlos und dauert nur wenige Sekunden. Zudem hinterlässt sie keinerlei Spuren.

Handlungsbedarf bei Kunststofffenstern

Im Sinne der Sicherheit sieht die Polizei daher Handlungsbedarf. Für einen verstärkten Einbruchschutz sollten Kunststofffenster an mindestens drei Seiten über Verriegelungen verfügen. Sind diese nicht vorhanden, können sie nachträglich noch vom Fensterbauer eingebaut werden. Da diese Tätigkeit einen Eingriff in die Statik der Bausubstanz darstellt, sollte man sich, vor allem in Mietwohnungen, nicht allein daran versuchen. Ansonsten kann es leicht passieren, dass der Vermieter einen Gutachter zur Bewertung der Arbeit heranzieht und man für entstandene Schäden aufkommen muss. Außerdem führen die Veränderungen eine erhöhte Korrosionsgefahr des Fensterrahmens mit sich.

Für einen effektiven Einbruchschutz empfiehlt die Polizei den Einbau von Fenstern der Klasse EF0. Das heißt, es sind sowohl einbruchhemmende Beschläge als auch eine einbruchhemmende Verglasung der Klasse A3 verbaut. Die Sicherheitsstufe A3 beinhaltet einen wirksamen Schutz des Fensters gegen Hammerschläge, die durch eine Schutzfolie zwischen den Scheiben der Doppelverglasung erreicht wird.

Weiterführende Maßnahmen bei Kunststofffenstern

Möchte man nicht gleich alle Kunststofffenster austauschen, bietet sich die Möglichkeit, eine spezielle Sicherheitsfolie auf herkömmliche Scheiben aufzudampfen. Damit ist eine Sicherung der Klasse A1 gewährleistet, das heißt, dass das Glas einen geringen Schutz gegen Durchwurf bietet und zugleich als Brandschutz geeignet ist. Möchte man noch mehr in puncto Sicherheit unternehmen, kann man zu einbruchhemmenden Rollläden greifen. Diese bestehen aus ausgeschäumtem Aluminium. Handelsübliche Rollläden aus Kunststoff vermitteln hingegen nur ein rein subjektives Sicherheitsgefühl, halten einen Einbrecher jedoch noch wenige Augenblicke auf. Der Nachteil von Rollläden liegt allerdings darin, dass sie in der Regel tagsüber geöffnet sind. Doch in Großstädten wie Hamburg, Berlin und München, finden gerade in diesem Zeitraum die meisten Einbrüche statt.

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