Eine Wand aus Glasbausteinen

Fensterbauer nutzen Glasbausteine als Lichtquelle. Diese sind zwar lichtdurchlässig, bieten aber durch ihre verzerrende Wirkung gleichzeitig einen effektiven Sichtschutz. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um quaderförmige Bauteile mit einer Stärke von acht bis zehn Zentimetern. Elemente, die zum Brandschutz eingesetzt werden, haben sogar eine Tiefe von 16 Zentimetern. Mit Glasbausteinen kann man Wände im Innen- oder Außenbereich erstellen. Oftmals werden sie auch als Oberlichter genutzt und dafür waagerecht angeordnet. In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts fanden Glasbausteine häufig Anwendung in Treppenhäusern.

Merkmale der Glasbausteine

Glasbausteine werden nach DIN 18175 gefertigt. Es gibt sie in verschiedenen Bauweisen. Sie können einerseits aus zwei miteinander verschmolzenen Halbschalen bestehen und innen hohl sein. Andererseits gibt es auch Varianten aus Vollglas. Man kann außerdem verschiedene Formen und Farbvarianten unterscheiden. Aufgrund der großen Vielfalt findet man Glasbausteine heute als gestalterisches Mittel in Wohnräumen.

Durch ihre Bauform sind sie auch zur Isolierung geeignet und können zum Wärmeschutz beitragen und die Heizkosten senken.

Aufbau einer Wand mit Glasbausteinen

Glasbausteine

Glasbausteine - © bikemen by pixelio.de

Glasbausteine können für den Aufbau von lichtdurchlässigen Wänden eingesetzt werden. Dafür werden sie mit Mörtel aufgemauert. Eine solche Wand besitzt jedoch keine tragende Funktion. Glasbausteine dürfen keine Lasten aus dem Bauwerk aufnehmen. Außer ihrem eigenen Gewicht nehmen sie lediglich Windlasten, Konsollasten, waagerechte Verkehrslasten sowie Stoßlasten nach DIN 4103 auf. Das Eigengewicht kann man selbst bei höheren Wänden vernachlässigen, dass die Bausteine eine ausreichende Druckfestigkeit besitzen. Für mehr Stabilität wird in die Fugen meist Stahl als Bewehrung eingearbeitet. Als Halterung der Wand eignen sich Metallprofile in U-Form. Im Außenbereich dürfen diese jedoch nicht an der Unterseite Verwendung finden, da ansonsten durch den Feuchtigkeitsstau Frostschäden zu befürchten sind. Für die Verlegung von Glasbausteinen gilt die DIN 4242.

Dieser Beitrag wurde unter Fenster und Fensterrahmen, Fensterbau und Fassadenbau News veröffentlicht. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>