Fensterbauer – Eine spezielle Ausbildung mit Zukunft?

Die weltweite Wirtschaftskrise hat neben dem Finanzsektor auch den Bausektor und somit die Fensterbauer hart getroffen. Die Fenstermärkte haben laut einer aktuellen Studie weiter deutlich nachgegeben. Die Bundesrepublik Deutschland verzeichnete einen Rückgang von 9,0% des Vorjahres-Auftragsniveaus. Mit einer Erholung rechnet das Fensterbaugewerbe erst ab 2011. Dann allerdings sind wieder positive Signale, auch für den Arbeitsmarkt zu erwarten, so dass vermehrt junge Leute auf diese Branche aufmerksam gemacht werden sollen.

Der Beruf des Fenster- oder auch Glasfassadenbauers ist eine Spezialisierung des Glaser-Berufs. Er ist nach der Handwerksordnung als schulischer und betrieblicher Ausbildungsberuf anerkannt. Der Fensterbauer stellt auf die Kundenwünsche abgestimmte Fenster- und Türen- sowie Tor – und Fassadenkonstruktionen her. Auch die Montage gemäß RAL-Vorgaben, die Sanierung, Instandhaltung und das Wechseln von Fenstern wird durch diesen spezialisierten Glaser durchgeführt. Weiterhin sind Fensterbauer für folgende Ausgaben ausgebildet:

  • Anfertigung von Fenster- und Türrahmen und Rahmenteilen aus unterschiedlichem Material,
  • Verbauung von Fenstern, Türen und Spezialgläsern,
  • Wechsel von Fenstern und Türen,
  • Durchführung von Glasreparaturen,
  • Veredelung von Glasflächen,
  • Montage von Beschlägen und Zubehör,
  • Lagerung, Verpackung und Transport von Glasflächen, Fenstern und Türen
  • Instandhaltungsarbeiten an Fenstern und Türen.

Fensterbauer und ihre Einsatzgebiete

Die Einsatzgebiete des Fensterbauers erstrecken sich vom Glasereigewerbe über Bautischlereien und -schlossereien, Fahrzeugglasereien bis hin zum Hoch- und Fassadenbau.

Neben den Tätigkeiten in der klassischen Werkstatt einer Gläserei oder einer Schreinerei, sind Fensterbauer zudem oft im Außendienst, z.B. bei Privathaushalten oder auf Baustellen anzutreffen. Hier werden in erster Linie Kunststofffenster und -türen verbaut, da diese den neuesten Sicherheits- und Wärmedämmungskriterien entsprechen.

Der Beruf des Fensterbauers zeichnet sich durch permanente Weiterbildungsmaßnahmen und Anpassungen an neue Technologien aus. Dazu ist es notwendig, Zusatzqualifikationen, auch auf internationaler Ebene zu erwerben.

Fensterbauerausbildung

Die Ausbildungszeit zum Fensterbauer beträgt 3 Jahre, wobei in den ersten 18 Monaten die Grundlagen der Materialverarbeitung gelegt werden. Auch die Sicherstellung einer hohen Qualität der Fenster, notwendige Schutzmaßnahmen und der Umgang mit Kundenwünschen stehen im Mittelpunkt der Ausbildung.

In den folgenden 18 Monaten werden die Arbeitsschritte zur Herstellung von Fenstern, Fassaden und Türen sowie deren Montage und Instandhaltung vermittelt.

Während der gesamten Ausbildungszeit werden die Organisations- und Arbeitsgrundlagen eines Fensterbaubetriebes vermittelt. In der Berufsschule wird das Basiswissen der Materialverarbeitung erlernt. In regelmäßigen Abständen müssen die zukünftigen Fensterbauer Leistungsnachweise in Theorie und Praxis erbringen. Die Ausbildung endet mit der Gesellenprüfung, welche aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht und vor der Handwerkskammer abgelegt wird.

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Eine Antwort auf Fensterbauer – Eine spezielle Ausbildung mit Zukunft?

  1. Werner Bader sagt:

    Ich bin zum ersten Mal auf dieser Seite und finde das richtig gut, was hier gemacht wird.

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