Holzrahmen: Hartholz vs. Weichholz

Holzfenster aus Hartholz

Holzfenster aus Hartholz - © marketig by stock.xchng

Fenster mit einem Holzrahmen erfreuen sich in Deutschland nach wie vor einer großen Beliebtheit. Das klassische Material glänzt durch hervorragende Eigenschaften, wie die sehr guten Isolierfähigkeiten, die durch Lasuren und Spezialpräparate noch verbessert werden können und den positiven Beitrag zum Raumklima. Holz ist nach wie vor der klassische Werkstoff im Fensterbau, obwohl es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten vermehrt Konkurrenz von modernen Materialien bekommen hat.

Besonders Kunststofffenster erlebten einen großen Aufschwung. Auch die Kombination aus dem klassischen Material Holz und modernen Verbundstoffen wird trotz des hohen Anschaffungspreises immer beliebter. Holz-Aluminium-Fenster vereinen die wohnlichen Eigenschaften der Holzrahmen mit den witterungsresistenten Fähigkeiten der Aluminiumfenster.

Hartholz vs. Weichholz

Bei der Verwendung von Holz für Fensterrahmen sind einige Dinge zu beachten, damit der passende Werkstoff ausgewählt wird, denn Holz ist nicht gleich Holz. In der Praxis werden grundsätzlich Harthölzer von Weichholz unterschieden.

Hartholz zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an Fasern aus, die eine enge Gefäßstruktur mit sich bringen. Dadurch ist das Holz auch vergleichsweise schwerer als Weichholz. Ursprünglich wurden die Gewichtseigenschaften von Holz in der Darrdichte angegeben. Dieser Begriff bezeichnet die Rohdichte des hölzernen Werkstoffs. Überschreitet die Dichte des Holzes den Wert von 0,55g/cm³, wird es als Hartholz bezeichnet. Typische Beispiele mit einer hohen Rohdichte sind Ahorn, Birke, Buche oder Eiche. Harthölzer sind durch ihre Beschaffenheit deutlich robuster als Holzrahmen aus Weichholz. Daher eignen sie sich besonders für Fensterrahmen, die auf der Wetterseite eines Hauses verbaut sind. Diese Holzrahmen nehmen deutlich weniger Wasser auf und sind dadurch schon aus physikalischer Sicht besser gegen Regenwasser und somit Verwitterung geschützt.

Weichholz dagegen ist deutlich angenehmer für das Raumklima. Holzrahmen, die aus diesem Material bestehen, tragen aktiver zur Feuchtigkeitsregulierung bei, da sie mehr Luftfeuchtigkeit speichern und wieder abgeben können. Typische Beispiele hierfür sind alle Nadelhölzer sowie Erle, Pappel oder Linde.

Wofür auch immer sich Eigenheimbesitzer entscheiden, beide Holzarten haben
Vor- und Nachteile. Mit der entsprechenden Pflege stehen Holzrahmen für Fenster jedoch für eine hohe Lebensdauer und ein ansprechendes Wohlführambiente.

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