Materialprüfung bei Sicherheitsglas: Durchschusshemmung, Sprengwirkungshemmend

Bei dem 4-stufeigen Test wird das Sicherheitsglas systematisch auf seine Widerstandsfähigkeit überprüft. Erst nach erfolgter Einteilung in eine Typenklasse und der anschließenden Zertifizierung kann das Glas im Fassadenbau, in der Automobilindustrie, im Fensterbau oder der Architektur eingesetzt werden. Beim Einbau von Sicherheitsglas ist auf das Zertifizierungs- oder Gütesiegel zu achten.

Neben Tests, die die Widerstandsfähigkeit bei Wurfgeschossen und Durchbruchsversuchen untersuchen, werden auch Beschusstests durchgeführt und das Verhalten bei Explosionen untersucht. Diese Tests sind notwendig, wenn das Sicherheitsglas dort eingesetzt wird, wo Gefahr für Leib und Leben besteht. Eingesetzt werden beispielsweise VSG oder ESG Gläser, die diese Tests bestehen in der Automobil- und Rüstungsindustrie bei gepanzerten Fahrzeugen, Hochsicherheitsbereichen oder Chemielaboren.

Durchschusshemmendes VSG Glas

Bei diesem Test wird das Sicherheitsglas aus einer Entfernung von 5 m mit unterschiedlichen Kalibern beschossen. Die Waffen variieren dabei zwischen 9 mm Pistolen und halbautomatische Sturmgewehre mit einem Kaliber von 5,56 mm oder 7,62 mm. Bei den Sturmgewehren wird der Abstand von 5 auf 10 m vergrößert.

Je nach Widerstandsfähigkeit erfolgt die Einteilung in eine von insgesamt 6 Klassen.

Der Test darf nur durch ein Beschussamt durchgeführt werden. Der Testablauf ist normiert und in der DIN EN 1063 festgehalten.

Weiterhin wird das Sicherheitsglas in die Attribute „splitterfrei“ und „splitterabgang“ unterschieden. Splitterfreie Gläser werden dort eingesetzt, wo sich Personen direkt hinter den Scheiben befinden. Ein Beispiel hierfür sind gepanzerte Fahrzeuge.

Sprengwirkungshemmendes Sicherheitsglas

Bei diesem Test wird die Widerstandsfähigkeit gegen die, durch eine Explosion ausgelöste Druckwelle getestet. Neben der Druckbelastung wird auch die Mindestzeitdauer der Druckphase festgelegt.

Sprengwirkungshemmendes Sicherheitsglas wird hauptsächlich in Atomreaktoren, Atomkraftwerken, Botschaften, und Flughäfen eingebaut.

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