Schallschutz und seine Klassifizierung

Menschen, die in der Stadt wohnen, wissen, dass eine hohe Lärmbelästigung die Lebensqualität deutlich reduziert. Schallschutz muss daher besonders in Ballungsgebieten eine besondere Rolle spielen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben längst bewiesen, dass eine permanente Lärmbelästigung von 60 db Gesundheitsschäden verursachen kann.

Schätzungen professioneller Fensterbauer zeigen, dass in Großstädten gerade einmal 65% der Fenster den notwendigen Schallschutz aufbringen. Um die Auswahl der richtigen Produkte bei einem Fensterwechsel zu erleichtern, müssen alle Hersteller ihre Fenster einer Überprüfung der Schalldämmfähigkeit unterziehen.

Schallschutzklassen und ihre Bedeutung

Die Schallschutzklassen sind in Deutschland einheitlich genormt und in der DIN 4109 definiert. Sie orientieren sich an den durchschnittlichen Belastungen unterschiedlicher Orte. So wurde beispielsweise für ein Dorfgebiet eine Lärmbelastung von ungefähr 60 db, für eine Stadtmitte 70 db und eine stark befahrene Straße über 70 db gemessen. In der DIN werden die Schallschutzfähigkeiten in 6 Klassen untergliedert.

Die Schallschutzklasse 1 umfasst alle Fenster, die die Lärmbelästigung um 25 bis 29 db reduzieren. Dies trifft in erster Linie für Fenster mit Einfachverglasung zu. Auch Kastenfenster ohne konstruktive Maßnahmen zum Schallschutz.

Einfachfenster mit einer Glasdicke von ca. 8 mm reduzieren die Lärmbelästigung um 30 bis 34 db und werden damit zur Schallschutzklasse 2 gezählt. Experten meinen, dass Fenster mit dieser Klassifizierung in ländlichen Regionen eingesetzt werden können.

Alle Fenster, die einen Schallschutz von 35 bis 39 db aufweisen, werden der Kategorie 3 zugeordnet. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Einfachfenster mit Isolierverglasung, Verbundfenster mit 2 Dichtungsebenen und Kastenfenster mit einer Dichtungsebene.

Die Klasse 4 umfasst in erster Linie Einfachfenster mit 2 Dichtungsebenen, Verbundfenster mit einer Glasdicke von 14 mm und Scheibenzwischenraum von 50 mm und Kastenfenster mit einer Glasdicke von 8 mm und 100 mm Scheibenzwischenraum, die einen Schallschutz von 40 bis 44 db aufweisen.

In der 5. Schallschutzklasse finden sich ausschließlich Verbundfenster mit einer Gesamtglasdicke von 18 mm und einem Scheibenzwischenraum von 60 mm sowie Kastenfenster mit 2 Dichtungsebenen, einer Scheibendicke von 12 mm und einem Scheibenzwischenraum von 100 mm wieder. Sie reduzieren den Schall um 45 bis 49 db. Diese Fenster werden an vielbefahrenen Straßen in Großstädten empfohlen.

Die Schallschutzklasse 6 wird durch Kastenfenster mit einem getrennten Blendrahmen, besonderer Dichtung und einem sehr großen Scheibenzwischenraum erreicht. Sie müssen eine Schallreduzierung von mindestens 50 db.

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