Schimmel am Holzfenster: Fachmännische Arbeit beugt vor

Holz als rein organischer Baustoff ist von Pilzbefall besonders bedroht, wodurch Schimmel am Holzfenster zu einem häufigen Problem nicht nur in Altbauten wird. Auch in Neubauten sollte dieses Risiko keineswegs unterschätzt werden! Fensterbau.org zeigt, worin die Ursachen für eine solche Schimmelbildung liegen und wie Sie sie verhindern können.

Schimmel an Holzfenstern sollte fachmännisch beseitigt werden. Zur dauerhaften Lösung des Problems ist auch eine gründliche Ursachenforschung notwendig. © Fensterbau.org

Schimmel an Holzfenstern sollte fachmännisch beseitigt werden. Zur dauerhaften Lösung des Problems ist auch eine gründliche Ursachenforschung notwendig. © Fensterbau.org

Die vorbeugenden Maßnahmen beginnen schon beim Hausbau an sich beziehungsweise beim Einbau neuer Fenster in einer Bestandsimmobilie. Hier sollten Sie unter allen Umständen auf Fachkenntnis setzen und die Arbeiten von einem zertifizierten Baubetrieb durchführen lassen; dies erspart Ihnen Kummer und die im Ernstfall bei einer Reparatur anfallenden Folgekosten. Dass der hölzerne Rahmen der Fenster in diesem Fall schnellstmöglich vom Schimmel befreit werden muss, dürfte selbstverständlich sein. Doch Ihre oberste Priorität sollte spätestens nach den ersten Sofortmaßnahmen der Ursachenforschung gelten, damit ein erneutes Auftreten des Schimmels verhindert werden kann. Dazu finden Sie im Verlauf dieses Beitrages weitere Informationen.

Was tun gegen Schimmel am Holzfenster?

Wenn Sie den Verdacht hegen, dass in Ihrem Haus ein Holzfenster von Schimmel befallen ist, sollten Sie unverzüglich Gegenmaßnahmen ergreifen. Denn Schimmel am Holzfenster ist nicht nur unschön anzuschauen, sondern kann je nach Art des Pilzes und dem Grad seiner Ausbreitung auch zu einer ernsthaften Gesundheitsgefährdung für die Bewohner werden. Darüber hinaus greift er den Werkstoff selbst an und führt so zu dauerhaften Beschädigungen. Mit jedem Tag, den Sie verstreichen lassen, wird der Schaden größer, schlimmstenfalls kann der Schimmel sogar regelrechte Löcher in das Holz fressen.

Setzen Sie bei der Reparatur der sichtbaren Schäden unbedingt auf die Hilfe eines Fachmannes! Zwar können Sie als Zwischenlösung mit einem geeigneten Mittel aus dem Fachhandel den akuten Schimmel am Holzfenster entfernen. Doch für eine tatsächliche Endlösung sollten Sie einen Meisterbetrieb beauftragen, der die notwendigen Arbeiten fachgerecht ausführen kann. Dazu gehören:

  • Gründliche Trocknung des Holzes
  • Abschleifen der beschädigten Lack- und Holzschichten
  • Neuversiegelung des Holzes
  • Gegebenenfalls Erneuerung der Fensterdichtungen
  • Schlimmstenfalls vollständiger Austausch der Fenster

Schimmel am Holzfenster: Ursachenforschung zur Lösung des Problems

Ihre Strategie gegen den Pilzbefall sollte wie bereits eingangs erwähnt aus zwei wesentlichen Komponenten bestehen und neben der Beseitigung des bestehenden Schadens unbedingt auf die Ursachenforschung zielen! Denn nur wenn Sie den Grund für den Schimmelwuchs kennen und aktiv dagegen angehen, können Sie das Problem dauerhaft lösen. Der Rat eines Sachverständigen zur Ursachenbekämpfung ist daher eine absolute Notwendigkeit.

Sollte sich so zum Beispiel herausstellen, dass in der Tat eine mangelhafte Lüftung der Grund für den Schimmelbefall war, lässt sich dieses Fehlverhalten in Zukunft leicht beheben. Hilfreich dabei können auch bauliche Änderungen sein: Ist es aufgrund des Pilzschadens ohnehin notwendig, einen professionellen Fensterbauer mit dem Wechsel des Fenstersystems zu beauftragen, können Sie schon in der Planungsphase Vorkehrungen treffen, die das Risiko eines erneuten Nassschadens minimieren. Möchten Sie beispielsweise eine Fensterbank auf der Innenseite anbringen lassen, auf welcher Blumentöpfe und Ähnliches untergebracht werden können, so wäre womöglich die Entscheidung für nach außen öffnende Fenster sinnvoll. Denn die Erfahrung zeigt, dass der Umstand, solches Dekor erst umstellen zu müssen, bevor die Fenster weit geöffnet werden können, viele Hausbewohner eben davon abhalten.

Solche und ähnliche Überlegungen sind vor allem auch bei einem Fensterneubau in Ihrem Gartenhaus sinnvoll, denn gerade hier ist Holz als Werkstoff für Fenster, Türen und Wände sehr beliebt und bietet damit möglicher entstehender Nässe eine große Angriffsfläche. So können Sie bereits im Vorfeld dafür Sorge tragen, dass künftig das Querlüften einfacher wird, was wiederum das Klima in den Wohnräumen erheblich verbessern und die Gefahr für eine erneute Bildung von Schimmel am Holzfenster reduzieren wird.

Mögliche Ursachen für Schimmel am Holzfensterrahmen

Das Auftreten von Schimmelpilz an einem Holzfenster wird grundsätzlich durch zwei mögliche Ursachengruppen begünstigt:

  • Zum einen kann der Schimmel durch bestehende oder sich entwickelnde Mängel in der Bausubstanz und
  • zum anderen als Folge von groben Fehlern in der Nutzung eines Raumes entstehen.

Letzteres betrifft vor allem das Lüftungsverhalten der Hausbewohner, insbesondere die unzureichende Gewährleistung eines regelmäßigen Luftaustausches an Stellen, an denen nutzungsbedingt eine höhere Luftfeuchtigkeit vorherrscht: Problemzonen sind so beispielsweise das Badezimmer, in dem nicht unmittelbar nach dem Duschen gelüftet wird, oder der umgebaute Dachboden, auf welchem die Wäsche unter dem nur leicht geöffneten Oberlicht trocknen soll.

Generell gilt: Wer nur wenig lüftet oder sich auf eine dauerhafte Kippstellung der Fenster verlässt, ohne regelmäßig eine Querlüftung zumindest feuchter Räume vorzunehmen, begünstigt unter Umständen die Entstehung von Schimmel. Weit häufiger jedoch als solch fehlerhaftes Nutzverhalten sind neu auftretende Schäden oder länger bestehende Mängel in der Bausubstanz Ursache für Schimmelbildung. Die sogenannte Baufeuchte, also jene Feuchtigkeit, die während der Bauarbeiten zum Beispiel durch das Auftragen von nassem Putz in den Rohbau eingebracht wird, ist ein möglicher Grund für Schimmelbefall am Holzfenster und anderen Bauteilen. Normalerweise sollte der Rohbau gründlich getrocknet werden, allein eine unsachgemäße Bauplanung kann dies jedoch verhindern.

Ein anhaltend feuchtes Klima oder ein schlechter Luftaustausch kann zudem auch die Folge einer fehlerhaften Dämmung oder Dichtung sowie unzureichend eingebauter Lüftungsmöglichkeiten sein. Oft kommt es so zur Bildung von Kondenswasser am Glas, was naturgemäß auch zu einer dauerhaften Feuchtigkeit auf dem Rahmen führt. Wird diese nicht beseitigt, kann sich schließlich Schimmel am Holzfenster ausbreiten. Verlassen Sie sich daher sowohl beim erstmaligen Hausbau als auch bei notwendigen Sanierungen und Restaurierungen der Fenster ausschließlich auf ausgebildete Fachbetriebe, damit Ihnen nachträglich solche Ärgernisse erspart bleiben.

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