Sicherheitseinstufung von Türen

Alte Tür

antike Tür - © capgros by stock.xchng

Türen sind ursprünglich dazu gemacht worden, um Innenräume vom Außenbereich abtrennen zu können. Mittlerweile dienen Türen mehr dazu, die Zugriffe der Außenwelt abhalten zu können.
Da für Türen unterschiedliche Materialien verwendet werden, haben diese auch verschiedene Eigenschaften, die sich vor- oder nachteilig auf die Widerstandsfähigkeit auswirken.
Aber nicht nur das Türmaterial ist ausschlaggebend für die Einordnung in die Widerstandsklassen, sondern auch die Beschläge. Hierzu zählen in erster Linie die Türangel, das Türblech, der Türriegel, der Schließzylinder und das Türschloss.

Widerstandsklassen von Türen gemäß DIN

Die Widerstandsklassen sind einheitlich genormt. Seit 1999 werden Türen nach der europäischen ENV 1627 eingeordnet. Dabei wird die Widerstandsfähigkeit in 6 Klassen eingeteilt. Die Klassen 1 bis 3 finden hauptsächlich im privaten Bereich, wie in Wohngebäuden, Beachtung. Türen der Klassen 4 bis 6 sind für den geschäftlichen und Hochsicherheitsbereich gedacht.
Für die Einordnung in die Klassen spielen in erster Linie Material und Anbauteile eine entscheidende Rolle. Glas- und Kunststofftüren sind dabei nicht so robust, wie Türen aus Verbundstoffen und Massivholz. Die Beschläge bestimmen in erster Linie, wie fest die eigentliche Tür im Rahmen verankert ist.

Widerstandsklassenrechner für Türen

Im Internet existiert schon eine Vielzahl an Rechnern, mit denen die Widerstandsklasse bestimmt werden kann. Dabei werden verschiedene Aspekte des Hauses, der Wohnung und des Bürogebäudes, der Umgebung und der regionalen Gegebenheiten erfasst und analysiert.
Besonders die Gegend rund um das Haus sollte ausschlaggebend bei der Entscheidung für eine Tür sein.
Wenn es sich um ein dicht besiedeltes, durch beleuchtetes Wohngebiet handelt, ist das Einbruchsrisiko sicherlich geringer als bei Gebäuden, die einsam in einem abgelegenen Waldgebiet liegen.
Auch bei Geschäftsgebäuden spielt dieser Faktor eine große Rolle. Türen von Bürogebäuden, die sich in einer Wohnungssiedlung befinden, brauchen nicht so widerstandsfähig sein. Dagegen sollten die in Gewerbegebieten eingesetzten Türen deutlich robuster sein.
Weiterhin sollte beurteilt werden, ob die Inneneinrichtung oder das Interieur hochwertig ist.

Dennoch sollte vor dem Kauf ein Fachmann, wie beispielsweise ein Fensterbauer befragt werden. Er kennt die regionalen Gegebenheiten am Besten und kann eventuell Alternativvorschläge machen, die das komplette Sicherheitskonzept eines Hauses betreffen.

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