Energie sparen durch Fensterwechsel

Energie sparen und Energieeffizienz sind Begriffe, die immer wieder in Vokabular von Hauseigentümern und Handwerkern gehören. Die Änderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 zwingen das produzierende Gewerbe dazu, neue Wege zu gehen, neue Technologien zu entwickeln und neue Werkstoffe auszuprobieren, um Möglichkeiten zum Energie sparen anbieten zu können. Ein hervorragendes Beispiel, wie sich die Industrie den politischen Vorgaben anpasst, sind die Entwicklungen im Fensterbau.

Klassifizierung anhand der Energieeffizienz

Gemäß Klassifizierung des Verbands für Fenster- und Fassadenhersteller e.V. lassen sich seit der Nachkriegszeit 3 Kategorien von Fenster unterscheiden.

Von 1950 bis 1978 wurden mit Masse einfach verglaste Fenster und Kastenfenster mit 2 einzelnen Scheiben verbaut. Nach Einführung der Wärmeschutzverordnung kamen bis 1995 vermehrt Isolierglasfenster zum Einsatz, um vermehrt Energie sparen zu können. Ab 1995 wurden durch die Anforderungen neuer Energiebilanzen beschichtete Wärmedämmverglasungen verwendet. Durch diese technologische Entwicklung ist das Energie sparen einfacher geworden.

Von den rund 580 Mio. Fenstereinheiten (1FE = 1,3m x 1,3m = 1,69m²) gehören gerade einmal 260 Mio. FE der dritten Klassifizierung an. 80 Mio. FE müssen zum Typ 1 gewertet werden, die einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 4,6 W/m²K und schlechter aufweisen. Viel Arbeit für Fensterbauer!

Moderne Fenster verfügen über einen U-Wert von 1,3 W/m²K. Bei einem Fensterwechsel können somit jährlich je FE mehr als 62 Liter Heizöl gegenüber alten Fenstern eingespart werden.

Hochgerechnet auf die Gesamtmenge der veralteten Fenster lassen sich jährlich 3,7 Mio. 4-Personen-Haushalte mit der Differenz versorgen.

Wirtschaftlich betrachtet amortisiert sich die kosten eines Fensterwechsels nach 11 bis 13 Jahren.

Energieeffizienz in der Entwicklung

Durch Fenster lässt sich so viel Energie sparen, wie nie zuvor. In den vergangenen Jahren ist der durchschnittliche U-Wert für Fenster um 70% gesenkt worden. Da die moderne Low-E-Verglasung eine Isolierverglasung beinhaltet, haben sich die Wärmedämmwerte in Verbindung mit den hochentwickelten Dämm- und Dichtungseigenschaften des Fensterrahmens verdreifacht.

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