Widerstandsklassen von Türen für Geschäftsräume

Im Gegensatz zu Wohnräumen sind Geschäftsräume nachts selten besetzt. Dadurch steigt das Risiko eines Einbruchs erheblich. Alle Unternehmen versuchen ein Sicherheitskonzept zu entwickeln, in dem diese Gefahren reduziert oder möglichst ausgeschaltet werden können. Ein wichtiger Bestandteil dieser Konzepte umfasst auch die Verbauung von robusten, einbruchshemmenden Fenstern und Türen.

Auswahl der richtigen Türen

Die Auswahl der Türen erfolgt meist anhand der Einordnung in die verschiedenen Widerstandsklassen gemäß ENV 1627.

Bei der Auswahl der Türen sind die baulichen Gegebenheiten sowie das Umfeld des Gebäudes zu beachten. In abgelegenen Industriegebieten ist die Einbruchswahrscheinlichkeit deutlich höher als bei einem Supermarkt in einer Wohnsiedlung.

Auch die Innenausstattung oder das zu schützende Gut ist zu bewerten. Geheime Informationen und Akten aus der politischen oder militärischen Ebene müssen besser geschützt werden, als ein Putzraum in einem Großraumbüro.

Empfohlene Widerstandsklassen von gewerblichen Türen

Gemäß internationaler Normierung werden die Widerstandsklassen in 6 Stufen eingeteilt. Türen der Stufen WK 1 bis WK 3 werden von Fachleuten, wie Fensterbauern, für den privaten Gebrauch in Wohnhäusern empfohlen. Allerdings sind Türen der Stufe WK 3 durchaus auch im Geschäftsbereich einsetzbar, soweit es sich um Räume mit geringem Einbruchsrisiko handelt.

Die Stufe WK 4 gilt für Gewerbeobjekte und öffentlichen Gebäuden mit höheren Einbruchsrisiko. Bei den Tätern wird es sich nicht mehr um Amateure handeln, sondern um Profis, die ihr Objekt bereits ausgespäht haben. Die Auswahl des Gebäudes erfolgte nicht wahllos, sondern gezielt. Ein möglicher Einbruch kann nur mithilfe von speziellen Werkzeugen vollzogen werden. Dazu zählen beispielsweise Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer und Meißel.

Damit Türen in die Widerstandsklasse WK 4 eingestuft werden, muss sie einem Täter mindestens 10 Minuten standhalten.

Türen der Stufe WK 5 werden in Geschäftsgebäuden mit hohem Sicherheitsrisiko eingesetzt. Um diese Sicherheitsmaßnahme überwinden zu können, ist ein professionelles Vorgehen erforderlich. Weiterhin werden Elektrowerkzeuge zum Öffnen der Tür verwendet.

Die Widerstandsklasse WK 6 ist die höchste Klasse. Türen dieser Stufe werden ausschließlich in Gewerbeobjekten der höchsten Sicherheitseinstufung eingesetzt. Hierzu zählen beispielsweise Staatsbanken, Tresorräume, Hochsicherheitsräume bei Militär, Polizei und Politik. Um diese Türen öffnen zu können, werden leistungsstarke Elektromaschinen wie Stichsägen, Bohrmaschinen oder Winkelschleifer benötigt. Dennoch darf die Tür erst nach 20 Minuten nachgeben.

Tipp:

Für gewerbliche Räume ist das Einholen einer Expertenmeinung unumgänglich.

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