Die Sonnenschutzfolie zum Nachrüsten

Eine Sonnenschutzfolie besteht meist aus Polyethylenterephthalat (PET). Sie ist eine reißfeste Folie, die auf das Fenster aufgebracht wird, um vor Sonnenstrahlung und unerwünschten Blicken zu schützen. Die Sonnenschutzfolie verfügt meist über eine verspiegelte Oberfläche, welche auf eine Metallbeschichtung schließen lässt. Dadurch ist das Material in der Lage, einen Teil der Strahlung zu reflektieren und ein Teil zu absorbieren.

Sonnenschutzfolienherstellung und Wirkungsweise

Sonnenschutzfolien schützen umfangreich vor UV-A und UV-B Strahlung. Je dunkler die Beschichtung ist, desto besser ist der Sonnenschutz. Bei hochwertigen Folien kann eine UV-Filterung von 99% erreicht werden. Auf Glasflächen können ja nach Verlegeart maximal 86% der Gesamtsonnenenergie reflektiert werden.

Die Herstellung von Sonnenschutzfolie wird als Sputtering bezeichnet. Bei dieser Methode werden durch Erzeugung eines elektrischen Feldes Metallatome auf einen PET-Film geschossen. Abhängig von der Metallart kann die Sonnenschutzfolie bei Bedarf beispielsweise entspiegelt oder verfärbt werden.
Ein hochwertiges Produkt besteht im Allgemeinen aus 6 Schichten:

  • Klebeschicht mit UV-Absorbern
  • Polyesterfolie mit UV-Absorbern
  • durchsichtige Schutzfolie
  • klare Polyesterfolie
  • Metallbedampfung oder Nanobeschichtung
  • Kratzfeste Beschichtung

Eine Weiterentwicklung bildet die Beschichtung der Sonnenschutzfolie mit Teflon. Dadurch minimiert sich der Reinigungsaufwand, da Staub auf Teflon keinen Halt findet. Besonders effektiv ist diese Beschichtung bei Sonnenschutzfolien auf Dachfenstern, da der Dreck einfach mit dem nächsten Regen weggespült werden kann. Andere Folien sollten mindestens einmal jährlich gesäubert werden, da sich sonst Schmutzpartikel in das Oberflächenmaterial der Sonnenschutzfolie einbrennen und die Struktur zerstören.

Montage der Sonnenschutzfolie

Spezielle Kenntnisse sind bei der Montage der Sonnenschutzfolie nicht notwendig. Die Fensterscheibe muss vorher intensiv gereinigt werden. Anschließend wird die Schutzfolie für den Klebstoff entfernt. Vor dem Auflegen sollten sowohl Fenster als auch
Folie mit einer Wasser-Seifen-Lauge eingesprüht werden, um so die Bildung von Blasen unter der Sonnenschutzfolie vermeiden zu können. Das Wasser wird nach dem Auflegen mithilfe eines Eiskratzers herausgeschoben. Um so besser dies gelingt, desto höher ist die Klebewirkung.
Je nach Qualität liegt die Haltbarkeit einer Sonnenschutzfolie bei 6 bis 13 Jahren. Produkte, die im Innenbereich angebracht werden, halten deutlich länger.

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