Verbesserter Wärmeschutz bei Kunststofffenster

Wissenschaftliche Untersuchungen von Kunststofffenster haben ergeben, dass diese zukünftig mit besseren Werten beim Wärmeschutz hergestellt werden können. In den vergangenen Jahren haben Erfahrungen immer wieder gezeigt, dass der im Kunststoffrahmen verbaute Stahl zu massiven Energieverlusten führt, da es als Wärmebrücke fungierte. Teilweise konnte ein Defizit von bis zu 20% experimentell nachgewiesen werden.

Das Metall war jedoch bisher notwendig, da der Rahmen andernfalls an Steifigkeit verlor und damit besonders bei intensiver Wärmezuführung mit der Zeit nicht mehr richtig schloss.

Effektiver Wärmeschutz durch den Einsatz von Nanotechnologie

Diesem Problem gingen einige Fensterhersteller nach und entwickelten einen Kunststoffrahmen, in dem der Stahl durch Glasfaser ersetzt wurde. Dies hatte nicht nur den Vorteil, dass die Rahmen in puncto Wärmeschutz effektiver wurden, auch das Eigengewicht konnte deutlich gesenkt werden, da das Glasfaser-Material deutlich leichter ist, als das Metall. Eine Reduktion des Gewichts von bis zu 60% wird von Herstellerseite angegeben. Das erspart nicht nur den massiven Einsatz von Muskelkraft beim Einbau, sondern verspricht auch noch eine Zeitersparnis für Fensterbauer.

Die mechanischen Eigenschaften der bisherigen Kunststofffenster mit Metallverstrebung konnten außerdem erhalten werden. Der bis dato verwendete Kunststoff wurde mit modifiziertem Ultradur verstärkt. Dieser technische Kunststoff kann durch die Zugabe von Nanopartikeln deutlich kostengünstiger hergestellt werden als Standard PBT, da die Fließgeschwindigkeit des Materials deutlich erhöht wird. Dadurch wurde auch die Schmelzviskosität verringert. Das hat signifikante Vorteile bei der Verarbeitung des Materials. Weiterhin ist Ultradur durch seinen niedrigen Ausdehnungskoeffizienten optimal für die Verwendung als Fensterrahmen geeignet.

Effektivität im Wärmeschutz belegt

Testmessungen verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen haben die Effektivität im Wärmeschutz der Ultradur Kunststofffenster nachgewiesen. Demnach konnte ein Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von durchschnittlich 1,1 W/m²K gemessen werden. Dieser Wert erfüllt bei Weitem die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 und sollte somit langfristig zum neuen Maßstab auf dem Kunststofffenstermarkt werden.

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