Schiebetüren – moderne Vielseitigkeit als Raumverbindung

Die normale Drehflügeltür wird immer öfter abgelöst – durch Schiebetüren, die in zahlreichen Varianten und Materialien erhältlich sind und durch einige Vorteile gegenüber gängigen Schenktüren besticht. Erfahren Sie mehr zu den Materialien, Kosten und Vorteilen von Schiebetüren bei Fensterbau.org!

Schiebetüren finden sich oft in öffentlichen Gebäuden.

Schiebetüren sind in verschiedensten Designs, Farben und Materialien erhältlich. © Fensterbau.org

Schiebetüren sind an diversen Einsatzorten denkbar – grundsätzlich eignen sie sich als Ersatz für die gewöhnlichen Drehflügeltüren. Besonders beliebt sind sie als Türen von Kleiderschränken und als Raumteiler im Wohnbereich. Aber auch in Fahrzeugen können Schiebetüren ihre Vorteile ausspielen: In öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen werden sie seit Jahren eingebaut.

Materialien

Die gängigsten Materialien, aus denen Schiebetüren gefertigt werden, sind Holz und Glas. Auch Kunststoff wird hin und wieder verwendet, seltener sind Aluminium und Edelstahl. Auch eine Mischung mehreren Materialien ist möglich: Holz und Glas harmonieren zum Beispiel perfekt miteinander. Sie sind mit den vorgefertigten angebotenen Türen nicht völlig zufrieden? Fragen Sie nach einer Maßanfertigung – viele Unternehmen bieten Ihnen an, Ihr eigenes Design zu entwerfen, das Sie exklusiv umsetzen und bauen lassen können.

Varianten und Variationen

Neben den verschiedenen Materialien gibt es auch im Einbau der Schiebetüren mehrere Varianten.

In die Wand eingelassen oder vor der Wand befestigt?

Zum einen wird unterschieden zwischen Schiebetüren, die in die Wand eingelassen werden und den Türen, die vor der Wand angebracht werden. Besonders hinsichtlich der Platzersparnis und der besonders ansprechenden Optik liegen in die Wand eingelassene Schiebetüren im Vorteil, allerdings muss die Wand dazu auch etwa doppelt so dick sein wie eine normale Wand. Nicht zuletzt ist diese Variante teurer als vor der Wand angebrachte Schiebetüren, die dafür allerdings auch mehr Platz wegnehmen und weniger elegant wirken.

Automatisches oder manuelles System?

Automatische Schiebetüren-Systeme sind aus Krankenhäusern und öffentlichen Verkehrsmitteln bekannt, da hier besonders viel Wert auf Hygiene und Sicherheit gelegt wird. Sie werden hydraulisch oder elektrisch geöffnet und geschlossen, sobald der Bewegungssensor eine Bewegung wahrnimmt. In Privathäusern finden sich eher manuelle Schiebetüren, die per Hand geöffnet werden.

Hängende oder stehende Konstruktion?

Unterschieden wird auch zwischen hängenden und stehenden Schiebetüren. Sogenannte stehende Konstruktionen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie, wie der Name schon sagt, auf einer Bodenschiene stehen. Die Deckentraglast kann dabei vernachlässigt werden – im Gegensatz zu hängenden Schiebetüren, bei denen die Laufschiene an der Decke befestigt wird. Hier entfällt die Bodenschiene.

UNSER TIPP: Um die Schiebetüren richtig zu pflegen, sollten Sie die Laufschienen regelmäßig mit einer Bürste und einem Staubsauger reinigen und mindestens einmal jährlich ölen, damit die Türen problemlos öffnen und schließen und nicht quietschen.

Vor- und Nachteile einer Schiebetür

Trotz der vielen verschiedenen Designs und Konstruktionen gibt es einige Vor- und Nachteile, die sich fast alle Schiebetüren teilen. So kann zum Beispiel die Pflege des Schienensystems zum Problem werden, vor allem, wenn das System in die Wand eingelassen ist. Auch sind viele Schiebetüren nicht hundertprozentig schalldicht, was unter anderem für die Privatsphäre als störend empfunden werden kann. Außerdem ist der Einbau der Laufschienen und der Tür selbst für Laien oft kompliziert, was die Anstellung eines Profis nötig macht und nicht zuletzt die Anschaffungs- und Einbaukosten hebt, die je nach Preisklasse im Vergleich zur Anschlagstür ohnehin etwas höher sind.

Diese erhöhten Ausgaben machen sich bezahlt: Eine Schiebetür fügt sich optimal in den Raum und ist unaufdringlich und elegant. Gleichzeitig ist sie platzsparend: Im Vergleich zu einer Anschlagtür, die einen gewissen Schwenkbereich einnimmt, verschwindet die Schiebetür in der Wand beziehungsweise läuft parallel an der Wand entlang. Außerdem ist diese Art der Türen auch geräuschlos, wenn sie ordentlich eingebaut wurde: Es gibt keine quietschenden Scharniere und auch bei Durchzug wird kein Türblatt zugeschlagen.

UNSER TIPP: Wählen Sie den Einsatzort Ihrer Schiebetür so, dass Sie möglichst viele Nachteile vermeiden und von den Vorteilen profitieren: zum Beispiel in einem Raum wie der Küche, in dem Privatsphäre nicht an erster Stelle steht.

Kosten eines Schiebetüren-Systems

Die Kosten für ein Schiebetüren-System sind zum einen von der Preisklasse und zum anderen von der Anstellung eines Fachmanns abhängig. Sie setzen sich zusammen aus der Anschaffung, dem Einbau und dem Zubehör zusammen.
Die Preise für die Türen selbst variieren stark – günstige Schiebetüren sind ab 100 € erhältlich, können aber auch bis zu 400 € und darüber hinaus kosten. Die Kosten für den Einbau, sollten Sie die Tür nicht nach Montageanleitung selbst einbauen, variieren von Handwerker zu Handwerker – hier sollten Sie am besten mehrere Anfragen stellen und am Ende im Vergleich das für Sie persönlich ansprechendste Angebot wählen. Auch beim Zubehör können Sie frei wählen: Extras für die Schiebetür wie ein Insektenschutz oder ein Kantenschutz sind nicht zwingend notwendig, jedoch praktisch. Ein solcher Insektenschutz kann beispielsweise bis zu 100€ kosten.

Fazit

Schiebetüren sind nicht nur schön, sondern auch praktisch – dank ihrer vielen verschiedenen Einsatzorte als Türen, Raumteiler und Schrankwände erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Schiebetür allerdings auf Qualität, vor allem beim Einbau, um langfristig Freude an Ihrem Produkt zu haben.

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