Fenster als Wärmebrücken

Wenn Fenster undicht sind, merkt der Haus- oder Wohnungsbesitzer dies in der kalten Jahreszeit am schnellsten durch erhöhte Heizkosten. Der zurate gezogene Fachmann diagnostiziert dann meist eine „Wärmebrücke“. Doch was versteht man unter diesem Begriff und wie lassen sich Wärmebrücken beheben?

Was sind „Wärmebrücken“?

Als Wärmebrücken bezeichnet man Bereiche in Wohnungen und Häusern, an denen

Wärmebrücke Fenster © eastpics - pixelio.de

Wärmebrücke Fenster © eastpics - pixelio.de

Wärme schneller nach außen dringt, als an fehlerlosen Bauteilen. Dies führt zu höherem Energieverbrauch, Feuchtigkeitsproblemen wie Schimmel und insgesamt zu einer gestörten Bausubstanz.

Man unterscheidet geometrische Wärmebrücken (z.B. Ecken) und solche, die durch durch Fälle von Baupfusch zustande kommen, von konstruktiven Wärmebrücken. Hier sind Fenster zumeist betroffen: Da im Bereich der Wand- und Dachöffnungen besonders viele (mitunter wärmeleitende) Bauteile und Materialien zusammentreffen, ist große Vorsicht und Umsicht geboten.

Wärmebrücken verhindern durch fachgerechte Montage

Wichtig ist beim Fenster-Einbau das luftdichte Abschließen des Rahmens. Schäumung reicht hier allzuoft nicht aus. Sehr viel besser eignen sich dauerelastische Dichtungsbänder. Für die Abdichtung der Lücken zwischen Fenster und Mauer gibt es TÜV-geprüfte Systeme, welche den Energieverlust reduzieren. Als Alternativ-Variante zum Ausschäumen von Übergängen eignet sich Hanf. Am wichtigsten is jedoch immer der sorgfältige Einbau, denn spätestens, wenn die Fensterbänke an Ort und Stelle sind, werden Baufehler unsichtbar.

Nachträglich gegen Wärmebrücken: Dämmung oder Fensterwechsel

Ist der Schaden bereits geschehen, eignen sich zur Behebung von Wärmebrücken – das heißt zur Isolierung des Fensters – Styropor- und Styrodur-Platten.

Bisweilen sind zugige Fenster aber auch das Ergebnis unzureichender Verglasung. An Doppelglasfenstern kommt heute – auch aus Gründen des Schallschutzes – niemand mehr vorbei. Zumeist handelt es sich bei den Scheiben der jüngeren Jahre bereits um Isolier- oder Wärmeschutzgläser. In jedem Fall sollte man sich hier von einem erfahrenen Fensterbauer beraten lassen.

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