Kunststoff behauptet seine führende Position im Fenstermarkt mit über 50 Prozent Marktanteil. [1] Doch auch, wenn das Material beim Fensterkauf beliebt und vergleichsweise günstig ist, so müssen viele Bauherren doch zuerst auf den Preis sehen. Immerhin sind Fenster komplexe Bauteile, bei denen es nicht nur aufs Rahmenmaterial ankommt, sondern auch Profilaufbau, Verglasung, Wärmedämmung, Schallschutz, Sicherheitstechnik und die fachgerechte Montage ineinander greifen und den Endpreis zum Teil erheblich beeinflussen. Trotzdem rechnen führende Branchenverbände für 2026 mit einem moderaten Wachstum des Fenstermarkts zwischen 1,9 und 3,1 Prozent. [2] Nach einem schwächeren Jahr 2025 soll der Absatz wieder leicht zulegen und sich bei rund 13 Millionen Fenstereinheiten stabilisieren. Für private Hauseigentümer bedeutet das, dass Kunststofffenster ein stark nachgefragtes Produkt im Sanierungsmarkt bleiben, aber die tatsächlichen Kosten mehr denn je von der technischen Ausstattung und der Ausführungsqualität abhängen.
- Kostenübersicht Kunststofffenster
- Was kosten Kunststofffenster?
- Welche Faktoren beeinflussen die Preise von Kunststofffenstern?
- Wie setzen sich die Kosten für Kunststofffenster zusammen?
- Kunststofffenster: Mit welchen Kosten muss ich bei einem Einfamilienhaus rechnen?
- Wie wirkt sich die Größe des Kunststofffensters auf den Preis aus?
- Was kosten Kunststofffenster mit Dreifachverglasung?
- Was kosten Kunststofffenster mit Rollläden oder Sonderausstattung?
- Wie unterscheiden sich die Preise zwischen Kunststoff, Holz und Aluminium?
- Wie lange halten Kunststofffenster?
- Welche Förderungen gibt es für neue Kunststofffenster?
- Wie kann man bei Kunststofffenstern Kosten sparen?
- Fazit
- Kunststofffenster Preise: Häufig gestellte Fragen
- Quellen
Alles auf einen Blick:
- Ein Standard-Kunststofffenster mit Dreifachverglasung in Größe 130 × 130 Zentimeter kostet 2026 inklusive Einbau zwischen 400 und 1.000 Euro pro Stück.
- Pro Quadratmeter liegen Kunststofffenster bei etwa 200 und 600 Euro für Standard- und Premium-Profile, abhängig von Faktoren wie den Fenstermaßen oder der Kammeranzahl.
- Größe, Profilqualität, Verglasung, Beschläge, Öffnungsart und Sicherheitsausstattung sind die zentralen Preistreiber.
- Kunststofffenster sind günstiger als Holzfenster oder solche aus Alu, bei den gedämmten Werten aber gleichwertig.
- Über die BAFA-Förderung BEG EM sind 15 Prozent Zuschuss möglich, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) bis zu 20 Prozent. Sollten Sie die Fenster über die Steuer absetzen wollen, müssen Sie nachweisen, dass die Montagekosten extra ausgewiesen sind und per Überweisung zahlen.
Kostenübersicht Kunststofffenster
| Fensterart/Ausführung | Beispielgröße | Richtpreis 2026 nur Fenster (ohne Einbau) | Richtpreis 2026 inkl. fachgerechter Montage* | typische Merkmale/Hinweise für Käufer |
| Kunststofffenster Standard (Dreh-Kipp) | 130 × 130 cm | 200 bis 450 Euro | 400 bis 1.000 Euro |
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| Kunststofffenster Premium (7‑Kammer, Dreh-Kipp) | 130 × 130 cm | 450 bis 800 Euro | 850 bis 1.400 Euro |
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| einflügeliges Dreh-Kipp-Kunststofffenster | 100 × 120 cm | 130 bis 220 Euro | 350 bis 650 Euro |
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| kleineres Dreh-Kipp-Kunststofffenster | 80 × 80 bis 90 × 90 cm | 110 bis 180 Euro | 320 bis 600 Euro |
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| Kunststoff-Kellerfenster | 60 × 40 bis 60 × 60 cm | 70 bis 140 Euro | 250 bis 450 Euro |
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| Kunststofffenster Standard (nach Fläche) | 200 bis 350 Euro/m² |
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| Kunststofffenster Premium (nach Fläche) | 350 bis 600 Euro/m² |
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Die Preise für die Kunststofffenster verstehen sich als Richtwerte für Standardprojekte. Regionale Unterschiede, Sondermaße oder hochwertige Beschläge können die Spanne nach oben oder unten verschieben. Als grobe Orientierung können Sie damit rechnen, dass die fachgerechte Montage etwa 30 Prozent der Gesamtkosten eines Fensters ausmacht, bei schwierigen Altbausituationen auch etwas mehr.
Was kosten Kunststofffenster?
Der Einstieg beginnt bei den Fensterpreisen hier bereits bei sehr kleinen Standardfenstern, wie sie etwa im Kellerbereich eingesetzt werden und die als reines Bauteil schon ab etwa 35 Euro erhältlich sind. Damit gehören Kunststofffenster zu den günstigeren Fensterarten. Für normale Fassadenfenster mit Dreh-Kipp-Funktion liegen die Materialkosten im Kunststoffbereich meist zwischen 200 und 800 Euro. Deutlich höher fallen die Preise beim Fensterkauf aus, wenn es sich um sehr große oder mehrflügelige Elemente oder bodentiefe Fenster handelt. Auch moderne Hebe-Schiebe-Türen können schnell mehr als 2.000 Euro kosten. Zusätzliche Preisaufschläge entstehen außerdem bei Sonderformen wie Eckfenstern oder Panoramafenstern, bei Maßanfertigungen sowie bei Ausstattungsdetails wie integriertem Schallschutz, speziellen Farbprofilen in Holzdekor oder bei einer RC2-Zertifizierung. Auch Pilzkopfbeschläge in mehreren Sicherheitsstufen schlagen pro Fenster mit 80 bis 200 Euro Aufpreis zu Buche, bringen aber spürbar mehr Einbruchschutz.
Ein wichtiger Kostenfaktor ist zudem die Verglasung. Eine Zweifach-Verglasung ist in der Anschaffung günstiger als eine Dreifach-Verglasung, die mit rund 10 bis 20 Prozent mehr den Geldbeutel belastet. Langfristig kann sich diese Investition jedoch lohnen, weil der bessere Ug-Wert die Wärmeverluste reduziert und dadurch die Heizkosten des Hauses senken kann. Zudem ist eine energieeffiziente Verglasung häufig Voraussetzung, um staatliche Fördermittel in Anspruch nehmen zu können. Für ein Kunststofffenster in Standardgröße von 130 × 130 Zentimetern liegen die Gesamtkosten im Jahr 2026 inklusive Einbau und Entsorgung meist zwischen 400 und 1.400 Euro pro Stück. Preisentscheidend ist dabei vor allem die Qualität des Profils, denn ein einfaches 5-Kammer-Profil ist günstiger als ein hochwertiges Premium-Profil mit 7 Kammern. Umgerechnet auf die Fensterfläche bewegen sich die Marktpreise je nach Qualität ungefähr zwischen 200 und 600 Euro pro Quadratmeter. Neben Material, Profil und Verglasung beeinflusst auch die Montage den Endpreis erheblich. Die fachgerechte Montage nach RAL-Standard macht im Schnitt rund 30 bis 40 Prozent der Gesamtkosten aus. Der Quadratmeterpreis sinkt tendenziell mit zunehmender Fensterfläche, weil Fixkosten wie Anfahrt, Lieferung und Montageaufwand auf eine größere Fläche verteilt werden.
Auch die Bestellmenge spielt eine wichtige Rolle. Wer mehrere Kunststofffenster für ein komplettes Haus bestellt, profitiert häufig von Staffelpreisen, da Fachbetriebe Logistik, Lieferung und Montage effizienter planen können. Muss dagegen nur ein einzelnes Fenster ersetzt werden, fällt der Preis pro Stück oft höher aus, weil Anfahrt, Mindestpauschalen und organisatorischer Aufwand vollständig auf dieses eine Fenster entfallen.
Welche Faktoren beeinflussen die Preise von Kunststofffenstern?
- Fenstergröße
- Bautiefe des Rahmens
- Anzahl der Kammern im Fensteraufbau
- Form des Fensters (rechteckige Standardfenster sind am günstigsten; Sonderformen wie Rundbogenfenster verursachen einen höheren Herstellungsaufwand)
- Sprossen (echte oder aufgelegte)
- Zweifach- vs. Dreifachverglasung
- integrierte oder aufgesetzte Rollladenkästen
- Schallschutzverglasung in höheren Schallschutzklassen
- Sicherheitsverglasung (ESG, VSG) für Einbruchschutz oder Absturzsicherung
- Standardbeschläge vs. einbruchhemmende Beschläge mit Pilzkopfverriegelung
- höhere Widerstandsklassen (erfordern verstärkte Beschläge und oft zusätzliche Sicherungspunkte)
- Komfortfunktionen (z.B. verdeckt liegende Beschläge, Kippsperren, Fehlbedienungssperren)
- integrierte Lüftungssysteme (Spaltlüfter, Regel-Air, Feuchtesensorik)
- Farbe
- Folierungen in Dekor (z. B. Holzoptik, Anthrazit)
- besondere Designprofile
- Einbausituation/erschwerte Zugänglichkeit
- Ausbau und Entsorgung der Altfenster
- Laibungs- und Putzarbeiten
- Anschluss an bestehende Rollladenanlagen
- Art des Auftrags (einzelne Fenster sind pro Stück teurer; größere Projekte wie ein kompletter Fenstertausch bringen häufig bessere Stückpreise und Rabatte)
- Insektenschutz

Wie setzen sich die Kosten für Kunststofffenster zusammen?
Die Gesamtkosten für Kunststofffenster setzen sich im Wesentlichen aus Materialkosten sowie Einbaukosten zusammen.Die reinen Materialkosten machen etwa 60 bis 70 Prozent aus und umfassen Profil, Verglasung, Beschläge sowie alle Standard-Dichtungen. Die Einbaukosten machen typischerweise 30 bis 40 Prozent der Gesamtsumme aus und liegen je nach Aufwand bei 150 bis 350 Euro pro Fenster. Hinzu kommen Nebenkosten, die häufig unterschätzt werden wie der Ausbau und die Entsorgung der Altfenster, Anpassungs- und Putzarbeiten an der Laibung im Bestandsbau sowie eventuell Malerarbeiten an Wand und Sturz.
Überblick über die Zusatzkosten bei einem Kunststofffenster
| Tätigkeit | Zusatzkosten | Hinweise |
| Einbaukosten Kunststofffenster | plus 150 bis 350 Euro pro Fenster |
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| Ausbau und Entsorgung der Altfenster | plus 70 bis 140 Euro pro Fenster |
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| Laibungs-, Anschluss und Putzarbeiten (insbesondere im Altbau) | plus 150 bis 500 Euro pro Fenster |
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| Integration von Rollläden | plus 300 bis 600 Euro pro Fenster |
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Kunststofffenster: Mit welchen Kosten muss ich bei einem Einfamilienhaus rechnen?
Für ein typisches Einfamilienhaus mit 12 bis 15 Fenstern unterschiedlicher Größe ergibt sich eine Gesamtinvestition im fünfstelligen Bereich. Sie liegt allerdings niedriger als die einfache Multiplikation aus Einzelpreis und Fensterzahl, weil Fachbetriebe beim Fensterkauf bei Mehrfachbestellungen Staffelpreise gewähren.
Beispielrechnung für den Austausch von Kunststofffenstern in einem Einfamilienhaus
| Posten | Kosten |
| 10 Kunststoffstandardfenster (130 x 130 cm) mit Dreifachverglasung | 6.500 Euro |
| 2 Terrassenfenster (200 x 200 cm) mit Dreifachverglasung | 2.400 Euro |
| 3 Kellerfenster aus Kunststoff (60 x 80 cm) mit Dreifachverglasung | 240 Euro |
| Einbau gesamt (15 Fenster) | 3.000 Euro |
| Ausbau und Entsorgung Altfenster | 1.500 Euro |
| Laibungs- und Putzarbeiten gesamt | 3.150 Euro |
| Gesamtkosten | 16.790 Euro |
In der Praxis hängt das Gesamtbudget stark vom Ausstattungsniveau und vom Sanierungsaufwand ab. Bei einfacheren Ausführungen und geringem Bedarf an Putz- und Laibungsarbeiten sind für ein typisches Einfamilienhaus mit rund 15 Kunststofffenstern Gesamtkosten von etwa 12.000 bis 14.000 Euro realistisch. Werden hingegen hochwertige Premiumprofile mit RC2-Sicherheitsausstattung, farbigen Dekoren und elektrisch betriebenen Rollläden verbaut, kann die Investition je nach Umfang schnell in Richtung 20.000 Euro und mehr steigen.
Wie wirkt sich die Größe des Kunststofffensters auf den Preis aus?
Die Größe ist der direkteste Preisfaktor, wobei Sie davon ausgehen können, dass Sie pro Quadratmeter zwischen 200 und 600 Euro rechnen müssen. Größere Fenster wie Terrassenfenster oder Hebe-Schiebe-Türen mit 200 × 200 Zentimetern und mehr verteuern sich zudem überproportional, weil Statik, Beschläge und Glasstärke mitwachsen. Kleinere Kellerfenster als reines Bauteil beginnen preislich bereits bei 35 Euro.
Was kosten Kunststofffenster mit Dreifachverglasung?
Bei einem dreifach verglasten Kunststofffenster liegen Sie preislich zwischen 600 und 1.400 Euro. Doch hier bei der Fenstersanierung Kosten zu sparen, wäre die falsche Stelle, denn bei der Verglasung ist die Dreifachverglasung im Neubau heute Standard und auch bei Altbausanierungen die wirtschaftlich sinnvollere Wahl. Zweifachverglasung ist zwar günstiger, erreicht aber in der Regel nicht den GEG-Mindeststandard von Uw 1,3 W/(m²K) und ist damit für die BAFA-Förderung mit Uw ≤ 0,95 nicht ausreichend. Bei den Kosten für Schallschutzfenster, einer Sicherheitsverglasung oder einem Sonnenschutzglas beziehungsweise Wärmeschutzglas müssen Sie bei den Fensterpreisen mit einem Aufpreis von 50 bis 200 Euro und mehr pro Quadratmeter rechnen.
Beispielrechnung: einzelnes Standardfenster mit Dreifachverglasung
| Posten | Kosten |
| Kunststofffenster 130 x 130 mit 5-Kammer-Profil sowie einer Dreifachverglasung mit einem Uw 0,9 W/(m²·K) | 550 Euro |
| Pilzkopfbeschläge Standard | 100 Euro |
| Einbau Fachbetrieb, kleinere Laibanpassungen notwendig | 200 Euro |
| Ausbau und Entsorgung Altfenster | 75 Euro |
| Laibungs- und Putzarbeiten | 200 Euro |
| Gesamtkosten | 1.125 Euro |
Was kosten Kunststofffenster mit Rollläden oder Sonderausstattung?
Wenn Sie Sonderausstattungen rund um den Einbruchschutz oder Rollläden wünschen, dann müssen Sie mit 300 bis 600 Euro mehr pro Fenster rechnen. Denn integrierte Rollläden, Sicherheitsbeschläge und Sonderverglasungen erhöhen den Preis spürbar, bieten im Alltag aber klar messbare Vorteile bei Komfort, Schutz und Energieeffizienz.
Beispielrechnung: Standardfenster mit Rollladen und Sonderausstattung
| Posten | Kosten |
| Kunststofffenster Premium (130 x 130 cm) mit guter Schallschutzverglasung | 950 Euro |
| Pilzkopfbeschläge Sicherheitsstufe RC2 | 180 Euro |
| elektrischer Aufsatzrollladen | 550 Euro |
| Einbau Fachbetrieb | 300 Euro |
| Ausbau und Entsorgung Altfenster | 85 Euro |
| Laibungs- und Putzarbeiten | 250 Euro |
| Gesamtkosten | 2.315 Euro |
Wie unterscheiden sich die Preise zwischen Kunststoff, Holz und Aluminium?
Holzfenster liegen bei vergleichbarer Größe und Verglasung preislich etwa 20 bis 30 Prozent höher als Kunststofffenster, Aluminiumfenster und Holz-Aluminium-Kombinationen sogar 40 bis 70 Prozent. Die folgende Tabelle zeigt einen Preisvergleich für ein Standardfenster 130 × 130 Zentimeter mit Dreifachverglasung inklusive Einbau.
| Material | Preis pro Stück | Eigenschaften |
| Kunststoff | 400 bis 1.400 Euro |
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| Holz | 560 bis 1.500 Euro |
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| Aluminium | 800 bis 1.250 Euro |
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| Holz-Aluminium | 700 bis 1.700 Euro |
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Wie lange halten Kunststofffenster?
Kunststofffenster halten in der Regel 30 bis 50 Jahre, Holzfenster etwa genauso lange, solange sie gut gepflegt werden, Aluminium- und Holz-Aluminium-Fenster halten oft sogar mehr als 50 Jahre. Entscheidend für die Lebensdauer sind die Profilqualität, die UV-Beständigkeit des Materials und die Pflege der Beschläge und Dichtungen. Moderne Profile sind farbecht und neigen kaum zum Vergilben. Eine regelmäßige Wartung der Beschläge alle 2 bis 3 Jahre verlängert die Lebensdauer zusätzlich.
Welche Förderungen gibt es für neue Kunststofffenster?
Der Austausch von Fenstern und Türen beziehungsweise auch Balkontüren in Bestandsgebäuden wird über die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) Foerderprogramm im ueberblick node.htmldurch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Der Grundfördersatz beträgt 15 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöht sich die Förderung um 5 Prozentpunkte auf insgesamt 20 Prozent. [5] Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro pro Wohneinheit gedeckelt, mit iSFP auf 60.000 Euro. Daraus ergibt sich für Fenster ein maximaler Zuschuss von 4.500 Euro ohne und 12.000 Euro mit iSFP.
Voraussetzung für die Förderung von Kunststofffenstern
- Gefördert werden nur Bestandsgebäude, deren Bauantrag mindestens 5 Jahre zurückliegt (kein Neubau).
- Der Fenstertausch muss die Energieeffizienz verbessern, insbesondere durch ausreichenden Wärmeschutz (maximaler Uw‑Wert des Fensters von etwa 0,95 W/(m²·K)). Das setzt eine hochwertige Dreifachverglasung mit gutem Profilsystem voraus.
- Die Maßnahme muss vor Auftragserteilung beantragt werden. Bereits beauftragte oder ausgeführte Arbeiten sind nicht förderfähig.
- In der Regel ist eine Einbindung eines Energieeffizienz-Experten nötig (technische Projektbeschreibung/Bestätigung der Maßnahme).
Kann ich neue Kunststofffenster von der Steuer abschreiben?
Alternativ zur BAFA-Förderung können Eigentümer den Steuerbonus für energetische Sanierung nach § 35c Einkommensteuergesetz 35c.html nutzen. Dazu müssen Sie einen Fachbetrieb mit dem Einbau der Kunststofffenster beauftragen und können dann 20 Prozent der Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten direkt von der Steuerschuld abziehen, maximal 1.200 Euro pro Jahr. Materialkosten sind allerdings nicht absetzbar. Deswegen ist es wichtig, dass die Rechnung zum einen per Überweisung beglichen wird und zum anderen die Rechnung Arbeits- und Materialkosten getrennt ausweist. [6]
Wie kann man bei Kunststofffenstern Kosten sparen?
- mehrere Angebote einholen
- Standardgrößen wählen
- Sanierungsmaßnahmen bündeln
- Förderungen optimal nutzen
- saisonal agieren
Mehrere Angebote einholen
Mindestens 3 Angebote von Fachbetrieben sollten Sie nach einer Beratung auf jeden Fall einholen und genau hinsichtlich der Leistungen vergleichen. Preisunterschiede von 20 bis 30 Prozent können beim Fensterbau vorkommen.
Standardgrößen wählen
Sonderformate, Bogenfenster oder Trapezfenster verteuern den Preis um 30 bis 80 Prozent. Wer beim Neubau Standardmaße einplant, spart erheblich, ohne Komfortverlust. Zu beachten ist hier außerdem, dass ein späterer Fenstertausch, zum Beispiel, weil sie ein anderes Material möchten, mit Standardmaßen erheblich günstiger ist.
Sanierungsmaßnahmen bündeln
Kombinieren Sie den Fensteraustausch zusammen mit neuen Türen oder auch mit der Fassadendämmung. So verteilen sich zum Beispiel Gerüst- und Anfahrtskosten.
Förderung optimal nutzen
Da sich die Förderlandschaft aber immer wieder ändert, ist es wichtig, sich bereits frühzeitig zu informieren. Auch bei den Kommunen, denn oft gibt es noch einmal ganz speziell auf die Region zugeschnittene Fördermöglichkeiten.
Saisonal agieren
Im Winter und im Spätherbst haben viele Fensterbauer freie Kapazitäten. Wer in dieser Zeit beauftragt, kann mit Rabatten von 5 bis 10 Prozent rechnen.
Fazit
Kunststofffenster sind für Neubau und Sanierung eine preislich attraktive Lösung, weil sie gute Dämmwerte mit langer Lebensdauer, geringem Pflegeaufwand und Nachhaltigkeit verbinden. Die Fensterpreise hängen jedoch von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem die Qualität der Kunststoffprofile, die Fenstergröße, die Verglasung, die Ausstattung und die gewünschte Öffnungsart. Auch ob ein Fenster einflügelig oder zweiflügelig ausgeführt wird oder eine besondere Form hat, wirkt sich auf den Preis aus. Je nach Ausführung liegen die Kosten für klassische Kunststofffenster in einem Standardmaß inklusive Einbau meist zwischen 400 und 1.400 Euro pro Stück. Wer ein komplettes Einfamilienhaus mit neuen Kunststofffenstern ausstattet, sollte insgesamt mit einer Investition zwischen 12.000 und 20.000 Euro rechnen. Hochwertiges Wärmeschutzglas verbessert dabei nicht nur den Wohnkomfort, sondern hilft auch, Energie zu sparen und die Anforderungen aus dem Gebäudeenergiegesetz zu erfüllen. Durch Förderungen lassen sich 15 bis 20 Prozent der förderfähigen Kosten zurückholen, sofern ein Uw-Wert von 0,95 W/(m²K) eingehalten wird. Da Kunststofffenster eine Lebensdauer von bis zu 50 Jahren erreichen können, ist die Investition langfristig oft wirtschaftlich durchaus sinnvoll.
Kunststofffenster Preise: Häufig gestellte Fragen
Muss ich bei Kunststofffenstern zwingend einen Fachbetrieb beauftragen?
Für die Förderung ist die Einbindung eines Fachbetriebs Pflicht, denn ohne Fachunternehmererklärung gibt es keinen BAFA-Zuschuss und keinen Steuerbonus. Auch unabhängig von der Förderung sind selbst eingebaute Fenster ein erhebliches Risiko: Falsche Ausrichtung, mangelhafte Abdichtung oder fehlerhafter Wandanschluss führen zu Wärmebrücken, Zugluft und Feuchtigkeitsschäden. Fachbetriebe arbeiten nach RAL-Standard und übernehmen die Gewährleistung.
Was ist der Unterschied zwischen U-Wert, Uw- und Ug-Wert?
Der U-Wert ist der Oberbegriff, Uw und Ug sind spezielle Ausprägungen davon für unterschiedliche Teile des Fensters. Der Uw‑Wert gibt den Wärmedurchgang des kompletten Fensters an, also inklusive Rahmen, Verglasung und Randverbund („w“ = window). Der Ug‑Wert beschreibt dagegen nur den Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung („g“ = glazing), ohne den Einfluss des Rahmens. Für staatliche Förderungen sowie für den Steuerbonus ist immer der Uw‑Wert entscheidend, weil nur er die energetische Qualität des tatsächlich eingebauten Bauteils abbildet. Werbeaussagen, die ausschließlich mit sehr guten Ug‑Werten werben und den Uw‑Wert nicht nennen, können einen zu positiven Eindruck der Wärmedämmung erwecken, da der Rahmen den Gesamtwert häufig spürbar verschlechtert.
Wann sollte ich alte Fenster austauschen?
Fenster aus den 1980er- und frühen 1990er-Jahren haben oft Uw-Werte zwischen 1,8 und 2,5. Ein Austausch gegen moderne Dreifachverglasung mit Uw 0,8 bis 0,95 halbiert den Wärmeverlust durch die Fenster. Wirtschaftlich sinnvoll ist der Austausch besonders dann, wenn ohnehin Renovierungsarbeiten anstehen oder die Heizkosten spürbar steigen. Erste Anzeichen für einen nötigen Austausch sind Zugluft, Kondenswasser an der Innenseite, undichte Dichtungen oder klemmende Beschläge.
Quellen
[1] „Wirtschaftsprognosen 2025 und 2026“. VFF Verband Fenster + Fassade, 6. Oktober 2025, window.de/pressemeldungen/wirtschaftsprognosen-fenstermarkt-aussentuerenmarkt/. Zugegriffen 5. Juni 2026.
[2] Knie, Joyce. „Fenster- und Außentürenmarkt 2026 mit Erholungspotenzial“. VFF Verband Fenster + Fassade, 23. Februar 2026, window.de/?news=fenster-und-aussentuerenmarkt-2026-mit-erholungspotenzial. Zugegriffen 5. Juni 2026.
[3] Ressource, Kunststofffenster Als. „Wertstoff statt Abfall: PVC-Fensterrecycling als Teil der Kreislauf- wirtschaft“. Gkfp.de, www.gkfp.de/fileadmin/user_upload/News/2025/Nachhaltigkeit_von_Kunststofffenstern_DE.pdf. Zugegriffen 10. Juni 2026.
[4] „Rewindo registriert positive Trendwende bei den Recyclingzahlen“. bvse, 15. Oktober 2025, www.bvse.de/gut-informiert-kunststoffrecycling/nachrichten-recycling/12228-rewindo-registriert-positive-trendwende-bei-den-recyclingzahlen.html.
[5] Foerderdatenbank.de, www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/BMWi/bundesfoerderung-effiziente-gebaeude-em.html. Zugegriffen 10. Juni 2026.
[6] „Tipps für Kunden“. Hwk-reutlingen.de, www.hwk-reutlingen.de/service-center/tipps-fuer-kunden/. Zugegriffen 10. Juni 2026.